Eines der Schlüssel für ein glückliches Leben, ja für eine von Glück erfüllte Leiterschaft ist Dankbarkeit: Dankbar sein für das, was man hat und erreicht hat. Denn eigentlich ist nichts, was wir erleben, eine Selbstverständlichkeit. Indem man seiner Dankbarkeit aber Worte verleiht und an die Personen weitergibt, die einem Gutes getan haben, prägt man eine Kultur der Wertschätzung. Als Führungskraft gilt es hier voranzugehen und eine Kette des Lobens und Dankens anzustoßen. Machst du mit?

 

Ich bin der Meinung, dass unsere Erfolge eigentlich nie ausschließlich das Produkt unserer eigenen Leistungen sind. Sicherlich hat jeder auch seinen Beitrag dazu geleistet, um ein bestimmtes Ziel oder eine Position zu erreichen. Aber ich denke, dass meine Anstrengungen eher den kleineren Anteil bei dem Ganzen bilden. Und selbst, wenn es doch nicht so wäre: Diese Einstellung führt zu einem dankbaren Herzen und bewahrt davor, stolz und überheblich zu werden.

 

Dankbarkeit sucht sein Ventil in der Kommunikation

Dankbarkeit ist in erster Linie eine Einstellungssache. Aber bewiesen wird ein dankbares Gemüt erst dadurch, dass man seine Freude über die guten Dinge, die einem widerfahren sind, an jemanden adressiert. Idealerweise an die Person, die der Urheber dessen ist, wofür man dankbar ist.

In der Regel drückt man seinen Dank an seine Mitmenschen aus. Denn sehr oft sind sie der Grund für unsere Freuden: Eine helfende Hand. Ein mutmachendes Wort. Eine geteilte Idee. Eine Aufmerksamkeit. Gerade in Teams merkt man häufig, dass 1+1 eben doch mehr als 2 ergibt.

Doch es gibt auch manchmal Dinge, für die man dankbar ist, dessen Ursprung eben nicht bei einem selbst oder auch einem anderen Menschen liegen. Als gläubiger Mensch kann ich an dieser Stelle daher nicht unerwähnt lassen, dass mein Dank auch oft an den gerichtet ist, der meines Erachtens der Urheber aller Dinge ist: Gott. Ich glaube daran, dass jeder von uns von ihm geschaffen wurde und er uns begabt, befähigt und berufen hat. Vielleicht kannst du mit dieser Ansicht persönlich nichts anfangen, aber ich möchte sie dir zumuten und dich ermutigen, einen Weg zu finden, auch die Dankbarkeit zu adressieren, dessen Urheberschaft nicht so einfach zuzurechnen ist.

 

Eine Kette der Dankbarkeit auslösen

Ziel dieses Blogbeitrags ist es, dir einen Impuls zu geben, deiner Dankbarkeit auch mal wieder Ausdruck zu verleihen. Dafür habe ich drei Fragen vorbereitet, die dir helfen darüber nachzudenken, wem du einmal „Danke“ sagen könntest. Tue dies gern auf die Weise, die zu dir passt: Greif zum Telefonhörer, spreche jemanden eine Sprachnachricht drauf oder nutze gern auch die sozialen Medien dafür…

Als ich letztens den Film Das Glücksprinzip gesehen habe, wurde ich inspiriert, hier jedoch noch einen Schritt weiterzudenken. Wie wäre es, wenn man eine Kette der Dankbarkeit auslösen könnte, bei der jeder Gewertschätzte im Anschluss auch selbst zu jemandem wird, der anderen seinen Dank ausdrückt?

Daher mein Impuls: Suche dir mindestens drei Personen aus und schreibe über diese Worte des Dankes und der Anerkennung in einem Beitrag auf Linkedin, Facebook o.ä. Zusätzlich fordere sie dabei dazu auf, dass sie selbiges mit mindestens drei anderen Personen tun sollen. (Ob du hierbei auf diesen Artikel referenzierst, ist zweitrangig – Es geht hier nicht um mich!)

 

3 Fragen der Reflexion, um deine Dankbarkeit zu adressieren

Um die passenden Mitmenschen zu finden, denen du deinen Dank ausdrücken möchtest, habe ich mir drei Fragen ausgedacht. Diese sollen dir dabei helfen zu reflektieren, wer maßgeblich an deinen bisherigen Erfolgen beteiligt war. Ansonsten – und das mache idealerweise regelmäßig – überlege, wie du darüberhinaus deinen Mitarbeitern und Kollegen deinen Dank gegenüber ausdrücken kannst. Ich verspreche dir: Das prägt eine Kultur der Wertschätzung in deinem Team! Nun aber zu den Fragen…

1. Ein Blick zurück in die eigene Vergangenheit: Welche Personen haben in dich investiert und zu der Person gemacht, die du jetzt bist?

Ich möchte diese Frage (übrigens auch eine lohnenswerte Frage für Bewerbungsgespräche!) hier direkt selbst beantworten und damit von meiner Warte aus mit einer Kette der Dankbarkeit beginnen. Wenn ich mein Leben reflektiere und über Menschen nachdenke, die mich maßgeblich geprägt haben, muss ich an euch denken:

  • Marlen und Andreas Erdt: Liebe Mama, lieber Papa, ich danke euch für eure immerwährende Liebe für mich. Ihr wart immer für mich da, habt mich unterstützt und in mich investiert. Danke, dass ihr mich mit Werten erzogen und gelehrt habt, Dinge kritisch zu hinterfragen. Durch eure Selbstständigkeit habe ich ein betriebswirtschaftliches und verkäuferisches Verständnis gelehrt bekommen. Gleichzeitig habe ich durch euch verstanden, dass Arbeit nicht nur dafür da ist, um Geld zu verdienen. Viel mehr ist euer Fachgeschäft zu einer Begegnungsstätte geworden, in der ihr für viele Menschen zu einem Segen geworden seid. Das inspiriert mich! Im Hinblick auf meine berufliche Laufbahn habt ihr in frühen Jahren erkannt, dass sich die Welt durch den Computer und das Internet ändern wird und mich dementsprechend in diesem Bereich gefördert – auch wenn das für euch selbst gar nicht das Thema war. Ihr habt damit die Basis gelegt für das, was ich kann und bin.
  • Maik Hofmann: Lieber Maik, du warst mir ein brillianter Lehrer und hast einen entscheidenden Anteil daran, welche berufliche Laufbahn ich eingeschlagen habe. Danke, dass du dir während deines Studiums so viel Zeit für mich genommen hast und dir nicht zu schade warst, mir die Dinge beizubringen, die du dir autodidaktisch erarbeitest hast. Deine Begeisterung für die Themen Marketing, Design, HTML und co. machten es mir leicht, hier ebenfalls viel Zeit und Herzblut reinzuinvestieren.
  • Andreas Lusky: Lieber Andreas, du warst in meinen Teenager- und Jugendzeiten eine prägende Person. Danke für deine Leidenschaft und dein Vorbild in Sachen visionärer und dienender Leiterschaft. Im Rückspiegel erkenne ich nun immer mehr, welchen Segen ich davon mitnehmen konnte.
  • Markus Winter und André Alpar: Lieben Dank Markus und André, dass ihr mich damals bei Fashion For Home eingestellt und in mir Potenzial gesehen habt, mich in das Feld der Suchmaschinenoptimierung reinzuarbeiten und ein Team zu führen – ohne wirklich relevante Vorerfahrung. Durch euer „Ja“ im Bewerbungsprozess, konnte ich überhaupt erst den Weg als SEO beschreiten. Vielen Dank dafür!
  • Thomas Gruhle und Anke Probst: Lieben Dank Thomas und Anke, dass ihr mir die Chance gegeben habt bei Barketing als SEO-Consultant einzusteigen und das Offpage-Team auf den Kopf zu stellen. Danke, dass ihr mich in meiner Arbeit bestärkt und mit neuem Fachwissen ausgerüstet habt. Und vielen Dank, dass ihr mir zugetraut habt, den Staffelstab der Teamleitung für die SEO-Beratung zu übernehmen. Das hat mich ermutigt und weitergebracht…

 

2. Ein Blick auf die vorgezeichneten Fußspuren meiner Rolle: Wer hat welche gute Vorarbeiten geleistet, auf denen ich in meiner jetzigen Position aufbauen kann?

Auch diese Frage möchte ich hier direkt selbst beantworten, denn auch hier gibt es genug Gründe, um dankbar zu sein:

  • Benedikt Illner, Stephan Czysch und Dominik Wojcik: Ihr Lieben, eigentlich hätte ich euch drei schon in der Rubrik davor erwähnen können, denn ihr wart meine Ausbilder und fachlichen Wegbegleiter bei meinem ersten Job bei Fashion For Home. Aber der Fokus meines Dankes richtet sich hier vor allem auf das, was ihr mit Trust Agents aufgebaut habt und dann in Dept aufgegangen ist. Eure Leidenschaft für SEO sowie euer ernomes Fachwissen verbunden mit einer Brise Mut, viel Arbeit und Herzblut sowie dem Fokus auf qualitativ hochwertige Leistungen haben dazu geführt, dass ich ein SEO-Team einer Agentur führen darf, die einen hervorragenden Ruf in unserer Branche besitzt. Davon profitieren wir als Team bzw. ich als Lead immer noch. Vielen Dank!
  • Johannes Giesche: Lieber Johannes, ich danke dir für die Staffelstabübergabe. Du hast mir ein tolles und gesundes Team übergeben und bereits schon viele Strukturen gelegt, auf denen ich aufsetzen konnte. Den Einstieg in meine Rolle als Lead hast du mir damit mehr als einfach gemacht. Vielen Dank!
  • Timo Wiedenbrück und Michael Hauschild:Lieber Timo und Michael, ihr habt mich in den ersten zwei Jahren in meiner Rolle als Teammanager unterstützt. Auch wenn wir im Laufe der Zeit nicht so überzeugt vom Setup des Teammanagers waren, weiß ich diese Zeit sehr zu schätzen. Ihr wart eine grandiose Unterstützung für das SEO-Beratungsteam und für mich sehr hilfreiche Coaches. Vielen Dank dafür!
  • Mein Team: Meine Lieben, jeder hätte es verdient hier mit Namen erwähnt zu werden. Doch dies mache ich lieber konkret und persönlich. Daher fasse ich mich an dieser Stelle kurz und formuliere es eher allgemein: Vielen Dank, dass ihr mich 2019 zur Teamlead-Rolle bei Dept ermutigt habt und mir seitdem jeden Tag das Gefühl gebt, am richtigen Platz zu sein. Es ist mir eine Freude und Ehre mit euch zusammenzuarbeiten!

 

3. Ein Blick ins Team: Wem möchte ich innerhalb meines Teams für die Arbeit der letzten Zeit meinen Dank aussprechen?

Diese Frage möchte ich mir regelmäßig stellen und meine Mitarbeiter:innen persönlich oder über unser Feedbacktool Impraise danken und wertschätzen. Daher werde ich an dieser Stelle hier nicht öffentlich konkret.

 

Deine Meinung interessiert mich

Haben dir die Fragen geholfen und ermutigt, deinen Dank zu adressieren – auch wenn der Grund dafür schon Jahre zurückliegt? Für wen bist du dankbar? Wie förderst du ansonsten eine Dank- und Lobkultur in deinem Team?

Ich freue mich auf deine Rückmeldung in den Kommentaren…

 

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